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Seite 52 Kommentar

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Image © Hildesheim, St Godehard
DER UNGLÄUBIGE THOMAS JOHANNES
20:24-28; Lukas 24:33-43; Markus 16:14

Christus steht übergroß in der Mitte des Bildes und zeigt den versammelten Jüngern seine Hände und Füße. Durch eine Öffnung in seinen Gewändern legt Thomas seine Hand in die Wunde.

Diese Szene verbindet zwei Episoden: Christus zeigt allen Aposteln seine Hände und Füße und das spätere Zusammentreffen mit dem ungläubigen Thomas. Normalerweise erhebt Christus in der Thomasszene eine Hand und zieht mit der anderen seine Gewänder von der Wunde zurück. Aber weil er hier gleichzeitig seine Hände und die Wunde zeigt, hat der Künstler eine Öffnung in seinem Gewand gelassen. Die zusammenfassende Darstellung in dieser Szene findet sich auch in süditalienischen Beispielen, wie in den Mosaiken von Monreale (AP, 94, pl. 124).

Diese Thomasszene folgt direkt auf die Magdalenaszene wie auch im Pereginusspiel, (AP, 78; Young, 1951, 481) in dem beide Szenen, das Vorzeigen der Hände und der Wunde, ebenso verschmolzen sind. Im Lukasevangelium erscheinen die Vorkommnisse auf dem Gang nach Emmaus vor dem Vorzeigen der Wunden. Im Albani-Psalter werden sie ans Ende der Alexis-Blätter (Seite 69-71) verschoben. Eine Erklärung dafür ist auf Seite 61 gegeben.
 
   

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