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Seite 51 Kommentar

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Image © Hildesheim, St Godehard
MARIA MAGDALENA BERICHTET DEN JÜNGERN VOM LEEREN GRAB
Johannes 20:18; Markus 16:9-10

Eine Säule unterteilt diese Szene in zwei ungleiche Teile. Maria Magdalena im Profil steht allein und füllt ihr eigenes Rechteck aus. Die elf Jünger stehen eng beieinander unter einem Bogen. Maria berichtet den Jüngern, daß sie den Auferstandenen selbst gesehen habe (Johannes 20:18). Die Jünger betrachten sie voll Staunen. Manche erheben die Hände und tragen ein Buch in der Hand.

Zu diesem Zeitpunkt war die Berichterstattung der Maria Magdalena noch sehr selten in der westlichen Kunst, aber es gibt Abbildungen in byzantinischen Manuskripten z.B. in Florenz, Laurenziana MS Plut. VI.23, fol. 97. Die Evangelien von Heinrich dem Löwen (ca. 1175, früher in Gmünden) entnehmen ihre Ikonographie aus dieser Abbildung im Albani-Psalter, aber die Szene ist dort mit Sprachrollen geschmückt, in denen die Apostel fragen: „dic nobis, Maria, quid vidisti in via?“ Maria antwortet: „sepulchrum christi viventes (et) gloriam vidi resurgentes.“ Diese Worte aus dem 11. Jahrhundert wurden in 12. Jahrhundert in das liturgische Osterspiel Quem quaeritis aufgenommen (Young, 1933, 149), wieder ein Zeichen, wie die neue Ikonographie des Albani-Psalters vom Theater geprägt ist (AP, 63, pl. . 115).

Marias autoritäre Haltung als „Apostel zu den Aposteln“ fließt aus ihrer Rolle als Zeugin des Auferstandenen in der vorigen Szene. Christinas Visionen von Christus als Säugling und als Pilger verleihen ihr eine ähnliche Autorität, besonders über den Abt Geoffrey.
 
   

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